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859 Unterschriften für mehr bezahlbare Wohnungen in Wetzikon eingereicht.

«Bezahlbare Wohnungen in Wetzikon». In Rekordzeit von nur zwei Monaten unterschrieben mehr als 800 Stimmberechtigte die von SP und GP gemeinsam lancierte Volksinitiative. Kaspar Spörri (GP) und Brigitte Meier Hitz (SP) vom Initiativkomitee überreichten am Freitag, 8. April, im Stadthaus die gesammelten Unterschriften dem Stadtpräsidenten Ruedi Rüfenacht.

Die Initiative will den gemeinnützigen Wohnungsbau fördern. Die Stadt soll sich dafür einsetzen, dass die Anzahl an Wohnungen nach dem Prinzip der Kostenmiete zunimmt. «So einfach war es noch nie, inWetzikon Unterschriften zu sammeln», meint Brigitte Meier Hitz. Zu hohe Mieten sind in Wetzikon ein in der Bevölkerung anerkanntes Problem. «Mit der Wohninitiative haben wir einen wunden Punkt getroffen», so Kaspar Spörri (GP). Kein Wunder, waren die erforderlichen 500 Unterschriften bereits in sechs Wochen zusammen. Wetzikon wächst schnell, überall wird gebaut! Die hohen Mieten sind für Familien mit Kindern, für Bevölkerungsgruppen mit tieferen Einkommen und ältere Personen oft eine grosse finanzielle Belastung.

Nachhaltiges Wachstum

Neue Wohnüberbauungen sollen sozial- und umweltverträglich gestaltet werden, ein gewisser Anteil anbezahlbarem Wohnraum soll garantiert sein. «Wir wollen in einer Stadt leben, die nachhaltigen Wohnraum schafft, und das für alle Bevölkerungsschichten, nicht nur für Privilegierte», lautet das Credo. Dies werde letztlich auch die Sozialkosten der Stadt Wetzikon entlasten.

Gegen die Spekulation

Die Volksinitiative «Bezahlbare Wohnungen in Wetzikon» will den preisgünstigen und ökologisch nachhaltigen Wohnungsbau fördern. Heute beträgt der Anteil genossenschaftlicher Mietwohnungen an allen vermieteten Wohnungen in Wetzikon nur etwa 10.3%. Ziel der Initiative ist ein Anteil von einem Fünftel an Mietwohnungen, die zu fairen Bedingungen vermietet werden. Wird die Initiative umgesetzt, werden diese Wohnungen zu kostendeckenden Mieten angeboten und sind der Spekulation entzogen. Sie sind längerfristig bis zu 25 Prozent günstiger als durchschnittliche Mietwohnungen.

Der Stadtrat hat nun vier Monate Zeit, die Unterschriften zu prüfen und muss innerhalb der nächsten sechs Monaten über die Rechtmässigkeit der Initiative entscheiden.

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